Dear Fabio

Foto "Krauthecke" - Wolfgang Kschwendt

die kanne war größe acht, der zucker leicht zu finden. Meike hat die kastltür vergessen. nach der suppe bin ich raus, ich habe nichts übriggelassen. es war nicht notwendig, an reste zu denken. es wäre niemand nachgekommen.

vor dem regen graute mir, es schüttelte mich durch als ich draußen war, und vor dem anderen haus war es unmöglich trocken zu bleiben. wir haben die minestrone in thermoskannen gefüllt. wir haben die grauen daunen angezogen. wir haben uns auf die pausen gefreut. beim zweiten punkt wärst du gerne noch länger geblieben. aber die hausfrau war bereits müde. wir haben es nicht geschafft, sie verwegen zu unterhalten. darum wohl hat sie uns vor die tür gesetzt. sie hätte dir gefallen.

lauf am morgen im parcours. nur, wenn‘s herbstelt aber, lieber. Susanna mag die pappeln, sie hat sie vorm tor. du kannst sie ja fragen, ob sie auch will. jeden tag würde ich nicht, aber ab und zu schadet nie. in der zirkusgasse war eine benefizveranstaltung zugunsten der trauergäste. zwei von dreien waren nackt, und Mozart spielten sie schon in der garderobe. mütter waren besonders willkommen. starlets und hunde mussten sich zurückhalten, was nach mitternacht abgeschafft wurde.

im zweiten stock platzten die nähte, das buffet war ja bald vergriffen. in jeder nische lagen welche, nichts als scherben. tonkünstler waren unterwegs nach westen. die nacht klang vielversprechend. der hätte dir gefallen, da bin ich überzeugt. die frage: warum misslingt der versuch: es-dur lokrisch.

Foto: Wolfgang Kschwendt

One Response to “Dear Fabio”

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  1. kschwendt says:

    Ich hab den Text gepostet, weil er auch ähnlich entstanden ist, wie unsere Songpartikel. Eine Assoziationskette.

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